Montag, 9. März 2026

Nostalgie, Kathedralen und nächtliche Lyrik

Heute waren wir eine muntere Runde von 11 Teilnehmern, und wie so oft bei der U3A, spannte sich der Bogen unserer Gespräche von ganz alltäglichen Beobachtungen bis hin zu den großen Fragen der Kulturpolitik und Weltliteratur.

Von Woolworth nach Essen

Der Gesprächseinstieg war fast schon nostalgisch. Wir sprachen über die Nachricht, dass Woolworth eine neue Filiale in Essen eröffnet hat. Das weckte sofort Erinnerungen: Wir stellten fest, wie sehr wir „unseren“ alten Woolworth vermissen – dieses ganz spezielle Einkaufserlebnis, das heute in der modernen Ladenlandschaft oft fehlt.


Was ist uns Kultur wert?

Danach wurde es etwas ernster und wir diskutierten über die aktuelle Debatte rund um den Kölner Dom. Dort werden neue Eintrittsgebühren für bestimmte Bereiche diskutiert. Wir haben uns gefragt:

  • Wie lassen sich solche Gebühren rechtfertigen?

  • Dient es dem Erhalt des Denkmals oder ist es reine Kommerzialisierung?

Passend dazu weiteten wir den Blick auf Großbritannien aus. Angesichts des modernen Massentourismus stellt sich die Frage: Ist das Modell des kostenlosen Eintritts in Häuser wie das British Museum noch zeitgemäß? Kann sich ein Land diesen freien Zugang für Millionen von Besuchern heute noch leisten, oder braucht es ein neues System?

Ein lyrischer Ausklang

Zum krönenden Abschluss wurde es poetisch und tiefgründig. Steve präsentierte uns Richard Dehmels berühmtes Gedicht „Verklärte Nacht“.

„Zwei Menschen gehn durch kahlen, kalten Hain;

der Mond läuft mit, sie schaun hinein.“

Die intensive Stimmung des Werkes bildete den perfekten Kontrast zu unseren eher praktischen Diskussionen zuvor und ließ uns nachdenklich in den restlichen Tag gehen.


Nächstes Treffen: Wir freuen uns schon darauf, beim nächsten Mal wieder so vielfältige Themen zu beackern!