Montag, 23. März 2026

Von Münchner Vögeln bis zur Geopolitik

Unser jüngstes Treffen war  hervorragend besucht,  Es ist immer faszinierend zu sehen, welche Talente und Beobachtungen in unserer Runde schlummern.

Das Treffen begann entspannt mit einem Bericht von Peter, der uns von seinem jüngsten Trip nach München erzählte. Besonders seine Beobachtungen und Fotos der Vogelwelt im Münchener Englischen Garten sorgten für viel Interesse.


der Kleiber

Wer wußte, dass das deutsche Wort für „nuthatch“  der Kleiber (Plural: die Kleiber) ist ?  Es handelt sich um ein maskulines Substantiv, das von dem Wort kleben (verkleben/verputzen) abgeleitet ist. Dies bezieht sich auf die Gewohnheit des Vogels, die Eingänge seiner Nisthöhlen mit Schlamm oder Lehm zu „verputzen“.   

Doch nicht nur die Natur stand im Fokus: Mei-Ling überraschte uns alle, indem sie uns einen Einblick in ihr künstlerisches Schaffen gab. Dass sie eine begabte Malerin ist, wussten wir nicht, aber ihre gezeigten Werke (Oeuvres) im Handy zu sehen, war ein echtes Highlight und löste begeisterte Diskussionen aus.

Im fachlichen Teil der heutigen Runde widmeten wir uns einem deutlich schwereren, aber hochaktuellen Thema: der Iran Krieg und der komplexen Lage des Vereinigten Königreichs (UK) angesichts Trumps Unberechenbarkeit.

Wir haben die intensiven Pro- und Contra-Argumente analysiert, die das aktuelle Spannungsfeld des Landes perfekt widerspiegeln:

  • Traditionelle Treue: Die historisch gewachsene, enge Bindung an den US-Verbündeten.

  • Wirtschaftliche Realität: Die extreme wirtschaftliche Verwundbarkeit, die das UK heute mehr denn je spürt.

Es wurde deutlich, dass London vor einem schwierigen Balanceakt steht, bei dem nationale Sicherheit und ökonomische Stabilität oft in entgegengesetzte Richtungen ziehen.

Ich liebäugelte mit dem Titel " Peter berichtete vom Vögeln im Englischen Garten."  Das hätte definitiv die Klickzahlen erhöht.


Montag, 9. März 2026

Nostalgie, Kathedralen und nächtliche Lyrik

Heute waren wir eine muntere Runde von 11 Teilnehmern, und wie so oft bei der U3A, spannte sich der Bogen unserer Gespräche von ganz alltäglichen Beobachtungen bis hin zu den großen Fragen der Kulturpolitik und Weltliteratur.

Von Woolworth nach Essen

Der Gesprächseinstieg war fast schon nostalgisch. Wir sprachen über die Nachricht, dass Woolworth eine neue Filiale in Essen eröffnet hat. Das weckte sofort Erinnerungen: Wir stellten fest, wie sehr wir „unseren“ alten Woolworth vermissen – dieses ganz spezielle Einkaufserlebnis, das heute in der modernen Ladenlandschaft oft fehlt.


Was ist uns Kultur wert?

Danach wurde es etwas ernster und wir diskutierten über die aktuelle Debatte rund um den Kölner Dom. Dort werden neue Eintrittsgebühren für bestimmte Bereiche diskutiert. Wir haben uns gefragt:

  • Wie lassen sich solche Gebühren rechtfertigen?

  • Dient es dem Erhalt des Denkmals oder ist es reine Kommerzialisierung?

Passend dazu weiteten wir den Blick auf Großbritannien aus. Angesichts des modernen Massentourismus stellt sich die Frage: Ist das Modell des kostenlosen Eintritts in Häuser wie das British Museum noch zeitgemäß? Kann sich ein Land diesen freien Zugang für Millionen von Besuchern heute noch leisten, oder braucht es ein neues System?

Ein lyrischer Ausklang

Zum krönenden Abschluss wurde es poetisch und tiefgründig. Steve präsentierte uns Richard Dehmels berühmtes Gedicht „Verklärte Nacht“.

„Zwei Menschen gehn durch kahlen, kalten Hain;

der Mond läuft mit, sie schaun hinein.“

Die intensive Stimmung des Werkes bildete den perfekten Kontrast zu unseren eher praktischen Diskussionen zuvor und ließ uns nachdenklich in den restlichen Tag gehen.


Nächstes Treffen: Wir freuen uns schon darauf, beim nächsten Mal wieder so vielfältige Themen zu beackern!