Montag, 23. Juni 2014

Runder-(eher Kreisförmiger)-Tisch-Gespräch

Wir waren heute fast vollständig.  Das Tischgespräch war ziemlich breitgefächert.  Julian und Dorothy berichteten von ihrem erholsamen Aufenthalt in Northumberland, von dem sie geistlich erfrischt zurückgekehrt seien.   Die kargen Mahlzeiten und medienfreie Umgebung haben ihnen gut getan, obwohl die lange Reisestrecke im Auto ermürmend sei. Wir suchten vergeblich nach einem englischen Ausdrück für 'retreat' in diesem Sinne.

Brian erzählte uns von seinem Kurzurlaub in Frankreich (und Italien und der Schweiz!).  Sein überflutetes Haus ist immer noch nicht einzugsbereit.

Beryl brachte ein Lehrbuch von den DDR-Zeiten mit.  Sie hat früher an einem Gymnasium in Rostock gearbeitet und das Buch 'mitgehen lassen'.  Wir hatten im vorigen Treffen über Marx gesprochen. Es war also interessant einen kurzen Auszug über sein Leben und wissenschaftliche Arbeit in London zu lesen.  Es war viel über die Ausbeutung der Arbeiterklasse und den unvermeidlichen Untergang des Kapitalismus zu lesen.



Irgendwie kamen wir wieder auf den Krieg zu sprechen.  In der Gruppe haben wir eine langjährige Marlow-Bewohnerin und sie konnte bestätigen, dass einige Bomben in unsere Marlower Gegend niederkamen.  Ein Haus in West Street sei beschädigt worden und andere kämen in die Felder,die die Themse angrenzen,  nieder.

Dieser Witz diente als Übergang von dem Krieg in die Kaffeepause ....

Obama, Cameron und Merkel an der Nordsee. Auf einmal sagt Cameron, "Wir haben ein U-Boot, das 10 Tage ohne zu tanken unter Wasser bleiben kann."
Sagt Obamah: "Das ist doch gar nichts! Wir können 30 Tage, ohne zu tanken, unter Wasser bleiben."
Merkel guckt schon ganz beschämt und schweigt. 
Plötzlich taucht ein U-Boot auf, die Luke geht auf und ein Mann schaut heraus: "Heil Hitler! Wir brauchen Diesel !"



Wir treffen uns wieder am 14 Juli (und wenn Eure Terminkalender bereitstehen - am 28. Juli und dann nicht bis zum 8. September.

Montag, 9. Juni 2014

Man trifft sich wieder

Bei der heutigen Treffen fehlten ein paar unserer regelmäßigen Mitglieder aber das hinderte uns nicht daran, dass wir eine Reihe von aktuellen Gesprächsthemen anschneiderten - von der   Abstimmung über die Unabhängigkeit Schottlands  bis hin zu Camerons Drohung mit einem EU-Austritt, falls Jean-Claude Juncker neuer Chef der EU-Kommission werden sollte.


Roger las von einem Artikel im FAZ von, worin stand, dass sich Juncker kämpferisch mit den Worten äußerte: „Ich werde nicht vor den Briten auf die Knie fallen!."  Mal sehen ..... ! Aber vielleicht wird Angela doch das letzte Wort haben:


Nach der Kaffeepause setzten wir unsere Lektüre von Brechts Guter Mensch von Sezuan fort.




Im Laufe des Morgens war von den sog, Stolpersteinen die Rede -  Kleine beschriftete Messingplatten, die die Erinnerung an die ehemaligen jüdischen Einwohner  lebendig halten.  Sie werden vor dem jeweiligen Haus in das Pflaster des Gehweges eingelassen. Mittlerweile sind die Steine in den meisten deutschen Städten zu sehen, so wie in vielen anderen europäischen Ländern.


Dienstag, 13. Mai 2014

Grammatik und Mahler

Unsere U3A Gruppe kam wieder am 12. Mai zusammen.  Diesmal trafen wir uns bei Julian und Dorothy.


Für unseren ersten Gesprächsstoff sorgte Jenny mit einem Artikel aus der Guardian Zeitung.  Es handlete sich um die Schrecken der deutschen Sprache, in der jedes Substantiv ein grammatisches Geschlecht hat, deren Verteilung ohne Sinn und Methode ist .  Im Deutschen hat ein Mädchen kein Geschlecht, eine Rübe dagegen schon.  

Der Artikel erwähnte auch verschiedene  Vorschläge für eine geschlechtergerechte Sprache, die die Gleichstellung der Geschlechter sprachlich ausdrücken könnte.  Das sogenannte generische Maskulinum wird zunehmend kritisiert.   Neben halbwegs vernünftige Vorschläge, z.B: dass Studenten, Teilnehmer, Ausbilder durch Studierende, Teilnehmende, Ausbildende ersetzt werden könnten, war von  sog. Hyperparallelisierungen  wie  fraujedefrau  statt  man, jedermann  die Rede.

Wir waren uns  einig, dass die Beseitigung von den Geschlechtwörtern : 'der', 'die', 'das' und ihre Ersetzung durch ein einziges Nichtgeschlechtwort, etwas de, weniger wahrscheinlich ist!

Mahler


Nach der Kaffeepause hielt Julian einen Vortrag mit musikalischen Zwischenspielen über Mahlers 8. Sinfonie in Es-Dur mit Betonung auf den großen Abschlusschor Alles Vergängliche ist nur ein Gleichnis  - die abschließenden Worte Goethes im Faust:


"Alles Vergängliche ist nur ein Gleichnis; Das Unzulängliche, hier wird's Ereignis; Das Unbeschreibliche, hier wirds getan; Das Ewig-Weibliche zieht uns hinan."

Julian erklärte wie Goethe durch die Werke des persischen Dichters Hafis inspiriert wurde und den Begriff des Ewigweibliche aus seinem Interesse am Sufizmus ableitete.

Es war erstaunlich wieviel wir in dieser Dreiviertelstunde gelernt haben - nicht nur über den Lebenslauf von Goethe und Mahler sondern auch über Goethes Verhältnis mit Marianne von Willemer und wie es vermutet wird, dass Marianne für einige Teile des Werkes  West-östlicher Divan verantwortlich ist!

Wir sind Julian für diesen aufschlussreichen und unterhaltsamen Vortrag sehr dankbar.

Goethe

Montag, 28. April 2014

Erwähnen Sie bloß nicht den Krieg!

Es gehört zu den britischen Deutschland-Klischees: 

Deutscher Gast: Würden Sie bitte aufhören, dauernd vom Krieg zu sprechen.
Fawlty: Ich? Sie haben doch angefangen
Deutscher Gast: Wir haben nicht angefangen
Fawlty: Doch, ihr habt Polen überfallen



Bei unserem Treffen am 28. April  haben wir leider diese Regel verletzt. Anlaß dazu war unsere Diskussion über den Film Unsere Mütter, unsere Väter, der am Wochenende im zweiten Programm der BBC zu sehen war.  Unser Fazit war, der Film sei sehr gelungen und brachte den Zuschauern die Geschehnisse sehr viel näher.  Einige von uns fanden allerdings manche Geschehnisse so brutal, dass wir nicht weiter zugucken konnten.


Montag, 14. April 2014

Ein schöner Kaffeklatsch

Bei unserem Treffen am 14. April haben wir wie immer viele Themen behandelt - u.a. das deutsche Gesundheitswesen und das Schulsystem.  Im allgemeinen fanden wir, dass die Deutschen so manches besser machen als wir.  Sie haben sogar die besseren Beschwerden als wir (seihe oben)

Wir haben im zweiten Teil die letzten drei Kapitel von Tonio Kröger besprochen.  Es geht  beim nächsten Mal mit Brechts Der Gute Mensch von Sezuan weiter.

Das nächste Treffen findet am 28. April zur üblichen Zeit statt.

Montag, 24. März 2014

Goethe und Skilehrer

An unserem Treffen am 24. März haben 9 von unserer Gruppe teilgenommen.  Julian berichtete leidenschaftlich von einem Besuch in Weimar und von einem für ihn unvergesslichen Aufenthalt im Hotel Alt-Weimar, in dem einmals Rudolf Steiner gewohnt hatte, als er 1882 bis 1897 als Herausgeber der naturwissenschaftlichen Schriften Johann Wolfgang von Goethes tätig war. Im Laufe seiner Vorführung hat er ganze Passagen von Goethes Gedichten aus dem Kopf vorgetragen, was sehr beeindrückend war.

Doyne hatte einen Zeitungsbericht über die schwierigen Arbeitsbedingungen von Skilehrern mitgebracht, wobei es eine lebhafte Diskussion über die Vor- und Nachteile von dieser Sportart folgte.

Das verschollene Flugzeug war auch Gesprächsthema.  Hoffentlich wird sich das Rätsel aufgeklärt haben, bis wir am 7 April wieder zusammenkommen.

Nach der Kaffeepause haben wir uns mit den  5. und 6. Kapiteln von Tonio Kröger beschäftigt.

Das nächste Treffen findet am 14. April statt.

Montag, 10. März 2014

Rekord bei Besucherzahlen verzeichnet

Bei unserem Treffen am 10. März nahmen dreizehn Mitglieder an der Diskussion teil (genauer gesagt - 12 Mitglieder und ein Ehrengast).

Das nächste Treffen findet am 24. März statt.  Macht euch bitte für die zweite Hälfte  mit dem 5. und 6. Kapitel von TK vertraut.  Vor der Kaffeepause wird es die übliche, rege Diskussionsrunde geben.