Montag, 12. April 2021

Schnee im April

An einem Tag, der mit einem für die Jahreszeit ungewöhnlichen Schneefall begann, trafen sich 9 von unserer Gruppe.

Der Antrag von Brian, abwechselnd 'live' und dann per Zoom zu treffen, war einstimmig angenommen.

Andere Themen wie die geschlechtergerechte Sprache wurden angesprochen: Um die sprachliche Gleichbehandlung sowohl von Frauen und Männern  sicherzustellen, soll bei der Verwendung von Personenbezeichnungen darauf geachtet werden, dass sie in der Sprache sichtbar gemacht werden.  In Texten ist das Binnen-I dafür da, aber beim Hören ist das schwieriger/umständlicher.  Das Anhängen bei Personenbezeichnungen eines »y« an den Wortstamm, und das Setzen eines neutralen »das« davor, fanden wir doof.  Etwa: Das Artzty, das Lehry.  Nicht-binäre Menschen, die irgendwo zwischen männlich und weiblich oder ganz anders sind, würden wohl diesen Schritt begrüßen.


Weiter ging es mit der Entscheidung in der Kanzlerfrage, Laschet oder Söder und irgendwie kamen wir auf alte Komödien zu sprechen (Paul hatte als Postie  ein gewisser Julian - das erinnerte ihn an Julian and Sandy .... von Round the Horn).  

Am Ende hatten wir Zeit für die Sofagate-Affäre: Von der Leyen und EU-Ratspräsident, Michel waren am Dienstag nach Ankara gereist, um Möglichkeiten einer Verbesserung der Beziehungen zur Türkei auszuloten. In einem Video ist zu sehen, wie die Kommissionschefin im türkischen Präsidialamt zunächst stehen bleibt. Als Erdogan und Michel sich in zwei nebeneinander stehende Sessel setzen, reagierte sie mit einem «Ähm». Sie musste dann in beträchtlichem Abstand auf einem Sofa Platz nehmen.  peinlich, weil die Diskussionen befassen sich zum Teil mit der Gleichberechtigung von Frauen in der Türkei.



Montag, 22. März 2021

Zoomische Querredner

 Heute haben wir wieder Roger nach einer zwei-jährigen Unterbrechung wieder willkommen geheissen.

Warum ging es an diesem frühlingshaften Montag in unserer Zoom-Runde?   Zuerst ging es um die  gewaltsame Auflösung einer Mahnwache für Sarah Everard in London. Einige Hunderte Menschen wollten der 33-Jährigen gedenken, als unter Berufung auf Corona-Maßnahmen die Polizei einschritt  - Bilder von Frauen in Handschellen und von männlichen Beamten, die zu Boden gerungen wurden, sorgten für Empörung.   Wir zeigten Verständnis für die Polizei Kräfte, denn sie hatte die Verantwortung, die Corona-Maßnahmen durchzusetzen.

In Bristol dagegen waren die Einsatzkräfte von gewaltätigen Protestanten überrascht.   Hunderte Menschen attackierten eine Polizeistation wegen eines umstrittenen Gesetzes. Brennende Polizeiautos, Angriffe mit Feuerwerkskörpern und etwa 20 verletzte Beamte: Die schweren Ausschreitungen kamen unangekündigt.    Auch Kassel wurde von Querdenker-Ausschreitungen am Wochende 

Natürlich konnten wir die Drohungen von  EU-Chefin Ursula von der Leyen nicht unkommentiert lassen.  Sie will Impfstoff-Hersteller, die ihre Lieferversprechen an die EU nicht erfüllen, auch keinen Impfstoff exportieren lassen.  Paul meinte, die EU kann sich einen Exportstopp nach Großbritannien nicht leisten . Der Grund: Sollten wir  zurückschlagen, könnten wir dringend notwendige Zutaten und Zwischenprodukte für die Impfstoffe der Europäer zurückhalten.


Die Beschuldigung aus Brüssel, wir  hätten unseren Impf-Erfolg Ausfuhrkontrollen zu verdanken, wies Gloria und andere  vehement zurück.


gegen Ende unserer Diskussionen rührte Beryl die Werbetrommel für die TV Serie Deutschland 89:  die Mauer sei inzwischen gefallen und DDR-Spion Martin erkenne, dass der ersehnte Neubeginn für ihn zum Albtraum werde.  Die Sendung erinnert Beryl an ihre Zeit in der DDR. 

Montag, 8. März 2021

Der Impfpaß - Weg in die Freiheit oder Impfzwang durch die Hintertür?

 In einer lebhaften Runde an diesem Montag behandelten wir verschiedene Themen.  Über die Einführung eines Impfpasses hatten wir im voraus abgestimmt und es war klar, dass die Meisten die Einführung eines Immunitätsausweises begrüßen würden, trotz die sehr reale Gefahr, dass er die Bevölkerung spalten könnte, denn nicht alle Menschen werden bis Sommer ein Impfamgebot erhalten haben. Das Argument der Ungleichheit falle erst dann weg, wenn nur diejenigen übrig seien, die sich nicht impfen lassen wollen.


Andere Themen waren die bescheidene Gehaltserhöhung von unseren Pflegediensten, die drohenede Grippe-Epidemie im kommenden Winter und die angehende mißliche Lage in Deutschland, was das Improgram betrifft, wobei wir unsererseits keinen Anflug von Schadenfreude merken liessen; mein Ehrenwort!

Gesundheitsminister Spahn und die Kanzlerin - nur noch eine Lachnummer


Montag, 22. Februar 2021

Vorbote wärmerer Tage

 Mit welchen großen Themen beschäftigten wir uns heute?  Die große Impfstoffdebatte hakten wir schnell ab.  Dann ging es um Reisepässe und EHIC-Karten und deren Erneuerungen. Brian erzählte eine lustige Geschichte über seine Erfahrungen mit Passfotos und einen peinlichen Besuch in dem Marlower Postamt.  Fazit: man ist gut beraten, die Vorweihnachtszeit zu meiden, wenn ein Postbeamter den Antragsbogen nachprüfen muß.

wenn Brian seinen Reisepassantrag nachchecken lässt 

Wir hatten noch Zeit über Urlaubsbuchungen für das Leben nach Lockdown zu sprechen und kurz bevor den Vorhang fiel, meldete Peter von einem Igel in seinem Garten - ein sicherer Vorbote von wärmeren Tagen

Montag, 8. Februar 2021

Der Fiese Riese

 Selten zuvor hat unsere Gesprächsrunde sich auf lediglich zwei Themen begrenzt.  Der sog. Fiese Riese mit bis zu 50cm Schnee in der Mitte von Deutschland beschäftigte uns am Anfang.  


Bald aber kamen wir auf Covid und unsere Leistungen in Sachen Impfungen im Vergleich zu den Problemen, mit denen die EU zu kämpfen hat.  Erfreulicherweise waren all unsere TeilnehmerInnen bereits verimpft worden und allesamt lobten sie die reibungslose Organisation in den Impfzentren.  Wir zeigten übrigens kein Verständnis für Impfgegner, die nicht nur sich selbst aber auch Andere in Gefahr bringen.

Und dann nach 40 Minuten kam das übliche jähe Ende.  'Gerade wenn es schön wird, hört es auf', pflegte ein Freund von mir zu sagen.

Wir sehen uns wieder in 14 Tagen am 22. Februar und bis dann habe ich mich hoffentlich von dieser schlimmen Erkältung erholt.

Montag, 25. Januar 2021

Die weiße Pracht in Marlow

 Der Schnee am Wochende brachte einen willkommenen Themenwechsel weg von der Pandemie.  Wir waren alle begeistert von den schönen Szenen vor unseren Fenstern.  



Für weiteren Gespächsstoff heute morgen sorgten alkohfreies Bier, der Star Wars Set in Little Marlow, Probleme mit dem Fischexport wegen unnötiger Bürokratie, Fertighäuser deutscher Konstruktion, und das Impfprogram in Marlow.  Vier von unseren Teilnehmern hatten ihren Pieks bereits erhalten.

Nächstes Treffen am 8. Februar

Mittwoch, 13. Januar 2021

Frohes neues Jahr - oder ?

 Stolze 10 Mitglieder loggten sich zu dem ersten Meeting im Neujahr 2021 ein .

Unsere Gespräche wurden von den aktuellen Schlagzeilen geprägt.  Wir bedauerten die brutalen Zusammenstösse mit der Polizei in Washington. Nach einer hitzigen Rede von Trump stürmten  Tausende von Demonstranten das Kapitol, in dem der neue Präsident, Joe Biden,  bestätigt werden sollte. Zwei Menschen kamen dabei ums Leben.

Auch die Schneepisten in Deutschland wurden gestürmt.  Obwohl in weiten Teilen Deutschlands das Verlassen der Wohnung ohnehin nur aus „triftigen Gründen“ zulässig ist,  waren die Ski-Orte brechend voll.  Bärbel, die die deutschen Nachrichten eifrig folgt, berichtete von einem Besucheransturm, der Staus und eine Reihe von Verkehrsunfällen als Folge hatte.

die Bestellung der Corona-Impfstoffe sei chaotisch,
der Impfstoff knapp und  das Impf-Tempo
auch im EU-Vergleich zu langsam.

Mit einem Hauch von Schadenfreude stellten wir fest, dass der Impfstart in Deutschland holprig war.  Zu wenig Impfstoff, zu langsames Vorgehen.  In den letzten Wochen hagelte es zu Recht viel Kritik Richtung Bundesregierung.   Daran ist Merkel und Co kaum gewöhnt.  Auch die deutsche Presse kritisierte, dass beim Impfen wir Briten bislang die Nase vorn hätten: Bereits am 8. Dezember sei die erste Britin geimpft.  

Und dann war die Stunde um.   Nächstes Treffen am 25. Januar.