Montag, 27. April 2026

Kleine Runde, große Themen

Obwohl die Gruppe heute mit sieben Personen etwas kleiner war als gewohnt, gab es einen intensiven Austausch zu aktuellen geopolitischen Spannungen und sprachlichen Feinheiten.




1. Verteidigungsfähigkeit des Vereinigten Königreichs

Im Zentrum stand die scharfe Kritik des Sunday Telegraph an der britischen Militärstrategie:

  • Mangelnde Abschreckung: Das UK sei weit von einer konventionellen Kriegsbereitschaft entfernt, die Russland abschrecken könnte. Die einzige verbleibende Drohkulisse sei der nukleare Schlagabtausch.

  • Russische Aggression: Es wurde betont, dass Russland bereits einen „hybriden Krieg“ führt (Verletzung des Luftraums, Bedrohung von Unterseekabeln und Gaspipelines, Cyberangriffe auf Infrastruktur und Industrie).

  • Finanzierungslücke: Trotz der Bedrohungslage fehle ein konkreter Plan, um die Verteidigungsausgaben auf das notwendige Maß (über 3 % des BIP) zu heben.

James konnte den Inhalt dieses Textes mit weiteren Beispielen erleuchten

2. US-Außenpolitik: Trump und der Iran

Die Diskussion drehte sich um die schwindende Handlungsfähigkeit von Donald Trump im neuen Iran-Konflikt:

  • Rollenwechsel: Während Trump Selenskyj im Februar 2025 noch herablassend bescheinigte, „keine Trümpfe“ in der Hand zu halten, scheint er nun selbst in der Defensive zu sein.

  • Kontrollverlust: Nach zwei Monaten Krieg und mehreren geplatzten Ultimaten wirkt die US-Regierung zunehmend machtlos.

  • Blockade: Teheran agiert immer selbstbewusster und weist Trumps Bemühungen um einen Friedensdeal konsequent ab.

Stephanie bekräftigte die Auswirkungen auf den Preis von Flugtickets  nach den USA

3. Sprachliche Bereicherung

Als neuer Ausdruck für den Wortschatz wurde folgende Redewendung besprochen:

  • „Sich einen schlanken Fuß machen“

    • Bedeutung: Sich elegant aus der Affäre ziehen, Verantwortung auf andere übertragen oder unangenehmen Aufgaben geschickt aus dem Weg gehen.


Alle Themen sorgten bei unseren sieben Teilnehmern für die hitzigste Diskussion  insbesondere die miese Lage unserer Armee.  James meinte alles dreht sich heute um technisch rafinierte Waffen - darin sollten wir schleunigst investieren

Montag, 13. April 2026

Von Dampfwolken und dem inneren Kompass

Heute waren wir eine starke Truppe von 10 Personen, und unsere Gesprächsthemen hätten kaum unterschiedlicher sein können. Von ernsthaften Gesundheitsrisiken bis hin zu den Mythen unserer Orientierung war alles dabei.

1. Vaping: Die süße Gefahr

Wir begannen den Tag mit einem kurzen Video über die Risiken des Vapings. Es ist erschreckend zu sehen, wie sehr junge Menschen durch exotische Geschmacksrichtungen – von Wassermelone bis Kaugummi – in die Falle gelockt werden.

Doch hinter der bunten Fassade lauern echte Gefahren:

  • Krebsrisiken: Das Video hat deutlich gemacht, dass die chemischen Inhaltsstoffe weit weniger harmlos sind, als die Marketingabteilungen uns glauben lassen wollen.

  • Suchtpotential: Die Verlockung durch die „leckeren“ Aromen macht den Einstieg gefährlich einfach.



2. Wo geht’s lang? Die ewige Debatte um die Orientierung

Nach der Pause wurde es deutlich diskussionsfreudiger, als wir über die Orientierungsstrategien von Männern und Frauen sprachen. Nutzen wir unterschiedliche „Systeme“ im Kopf?

  • Der Magnetit-Mythos: Peter sorgte für Schmunzeln mit der Behauptung, Männer hätten Magnetit im Gehirn, das sie wie eine eingebaute Kompassnadel leitet. (Wissenschaftlich vielleicht gewagt, aber es würde erklären, warum manche nie nach dem Weg fragen wollen!)

  • Navi-Philosophie: Steve warf eine ganz praktische Frage auf: Wie stellt ihr euer Navi ein?

    • Soll die Karte immer in Fahrtrichtung zeigen?

    • Oder ist es besser, wenn die Karte starr nach Norden ausgerichtet bleibt?

Es war faszinierend zu sehen, wie unterschiedlich wir die Welt (und unsere Bildschirme) wahrnehmen. Ob nun mit Magnet im Kopf oder dem Handy in der Hand – am Ende haben wir alle den Weg zum Treffen gefunden!



Montag, 23. März 2026

Von Münchner Vögeln bis zur Geopolitik

Unser jüngstes Treffen war  hervorragend besucht,  Es ist immer faszinierend zu sehen, welche Talente und Beobachtungen in unserer Runde schlummern.

Das Treffen begann entspannt mit einem Bericht von Peter, der uns von seinem jüngsten Trip nach München erzählte. Besonders seine Beobachtungen und Fotos der Vogelwelt im Münchener Englischen Garten sorgten für viel Interesse.


der Kleiber

Wer wußte, dass das deutsche Wort für „nuthatch“  der Kleiber (Plural: die Kleiber) ist ?  Es handelt sich um ein maskulines Substantiv, das von dem Wort kleben (verkleben/verputzen) abgeleitet ist. Dies bezieht sich auf die Gewohnheit des Vogels, die Eingänge seiner Nisthöhlen mit Schlamm oder Lehm zu „verputzen“.   

Doch nicht nur die Natur stand im Fokus: Mei-Ling überraschte uns alle, indem sie uns einen Einblick in ihr künstlerisches Schaffen gab. Dass sie eine begabte Malerin ist, wussten wir nicht, aber ihre gezeigten Werke (Oeuvres) im Handy zu sehen, war ein echtes Highlight und löste begeisterte Diskussionen aus.

Im fachlichen Teil der heutigen Runde widmeten wir uns einem deutlich schwereren, aber hochaktuellen Thema: der Iran Krieg und der komplexen Lage des Vereinigten Königreichs (UK) angesichts Trumps Unberechenbarkeit.

Wir haben die intensiven Pro- und Contra-Argumente analysiert, die das aktuelle Spannungsfeld des Landes perfekt widerspiegeln:

  • Traditionelle Treue: Die historisch gewachsene, enge Bindung an den US-Verbündeten.

  • Wirtschaftliche Realität: Die extreme wirtschaftliche Verwundbarkeit, die das UK heute mehr denn je spürt.

Es wurde deutlich, dass London vor einem schwierigen Balanceakt steht, bei dem nationale Sicherheit und ökonomische Stabilität oft in entgegengesetzte Richtungen ziehen.

Ich liebäugelte mit dem Titel " Peter berichtete vom Vögeln im Englischen Garten."  Das hätte definitiv die Klickzahlen erhöht.