Dienstag, 29. Januar 2019

Eile mit Weile

Unsere Runde heute stand ganz im Zeichen des vorgeschlagen Tempolimits auf deutschen Autobahnen.

Die Teilnehmenden tauschten ihre Erfahrungen vom Fahren in Deutschland aus.  Es stellte sich heraus, dass viele beim Überschreiten des Limits geblitzt worden waren, und  einen Sicherheitskurs abgelegt hatten, damit sie Punkte auf dem Führerschein meiden konnten.



Carol wies darauf hin, dass ein Unfall auch ein paar Meilen pro Stunde über 30, tödlich enden kann.  Darunter stehen die Chancen des Opfers viel besser, einigermaßen glimpflich davon zukommen.

Wir stellen fest, dass der Bußgeldkatalog in Deutschland fairer ist als Unserer, denn ein Verstoß von 20km/s mit einer Strafe von nur 30 Euro geahndet wird.

https://www.bussgeldkatalog.org/geschwindigkeitsueberschreitung/

Was die Organisation heute betraf, bildeten wir mit 9 Anwesenden eine Gruppe - nach und nach kamen ein paar Nachzügler dazu, so dass wir eigentlich zwei Gruppen hätten bilden können, aber wir schafften es gerade.  Wichtig ist, dass die Teilnehmer in solchen Fällen Rücksicht auf Andere nehmen, und nicht allzu lange Redezeit für sich beanspruchen.  Hoffentlich haben sie Verständnis dafür, wenn der Covenor versucht, diejenigen zu unterbrechen, die mit ihrer eigenen Beredsamkeit derart mitgerissen werden, dass sie nicht merken, dass Andere zu Wort kommen möchten.

Wort der Woche: aufstoßen.  Paul erzählte uns von einem Empfang in München, als er peinlicherweise die wichtigen Gäste und Bonzen aufforderte, auf den Botschafter aufzustoßen anstatt anzustoßen.   

Paul beim Aufstoßen auf den Botschafter


Das Nächste Treffen findet am 11 Februar statt.  Im Buch lesen wir von Seite 121 weiter.

Dienstag, 15. Januar 2019

Prost neues Jahr

Das heutige Treffen war nicht nur das Erste im neuen Jahr sondern stellte auch einen Meilenstein in der Geschichte unserer U3A Gruppe, denn zum ersten Mal teilten wir uns in zwei kleinere Runden auf, um die Interaktionsmöglichkeiten zwischen den Gesprächspartnern zu fördern.  Und die neue Initiative wirkte. 

Das Thema 'Alkohol' hatten wir uns im voraus aufgegeben, und wir stellten fest, dass jede(r) eigene Ehfahrungen zur Debatte bringen konnte.   Allerdings wusste niemand genau, wieviel man trinken durfte, bevor man die zulässige Promille Grenze für Autofahrer überschreiten würde (0,5 in Deutschland und 0,8 in GB) Nach Recherchen im Internet ist man immer schlauer ....  Unten eine nützliche Tabelle -



In der zweiten Hälfte widmeten wir uns unserem Andersch Text.  Beim nächsten Mal lesen wir von Seite 108 weiter.

Das nächste Treffen findet am 28. Januar statt.

Mittwoch, 12. Dezember 2018

Opfer des eigenen Erfolgs

Unser erstes Treffen in der Methodist Kirche brach alle bisherigen Besucherrrekorde.   Hohe Mitgliederzahlen sind aber nicht ohne weiteres ein Grund zum Feiern.  Wir stellten mit Bedauern fest, dass siebzehn Teilnehmer an einer Konversationsgruppe den eigentlichen Zweck einer solchen Gruppe vereitelte.  Denn es wird zunehmend schwer, dass alle Anwesenden zum Wort kommen können.

Es wurde also beschlossen, dass wir beim nächsten Treffen am 14. Januar zwei kleinere aber sprachlich heterogene Gruppen bilden werden, getrennt durch die Falttüren, die zufällig in unserem Zimmer vorhanden sind.

Trotz der oben genannten Probleme hatten wir interessante Diskussionen, die um verschiedene Themen kreisten: Staatsangehörigkeit, Rufnamen, aktuelle Nachrichten aus Deutschland (Streiks, Kramp-Karrenbauer, verspätete Digitaisierung in Schulen usw.)  Carol und Sally versorgten uns mit Naschereien und das Küchenpersonal mit Getränken.  Es bleibt abzuwarten, ob wir uns zukünftig in der vorgeschlagenen Gruppengestaltung zurecht finden können.

In diesem Sinne ab in die Rinne - frohe Weihnachten und einen guten Rutsch wünscht Euch Alan

Zu guter letzt mein Lieblingsgedicht zur Weihnachtszeit


Mittwoch, 28. November 2018

Auf zu neuen Ufern, Genossen!

Ja, wir ziehen um.  Unser kleines Zimmer war am Montag bis auf den letzten Platz gefüllt und als ein paar Nachzügler auftauchten, mussten wir weitere Stühle aus dem Café holen.  Höchste Zeit also, dass wir ernsthaft über eine neue Bleibe nachdächten.  Beim nächsten Treffen werden wir uns also probeweise in der Methodist Church versammeln, und wenn alle gut läuft, wird das sog. Denton Room unser künftigen Treffpunkt sein.

Ein eventuelles neues Mitgleid nahm an unserer Runde teil, und zwar Klaus, ein gebürtiger Deutscher.   Wir sprachen über Brexit (was denn sonst!), Obdachlose, die TV-Sendung über Cliveden, und Staatsangehörigkeit, denn Klaus hatte nach 50 Jahren auf der Insel immer noch nicht  seinen deutschen Pass gegen einen Britischen ausgetauscht, eine Entscheidung, die er überzeugend rechtfertigen konnte.

Bei der Lektüre unseres Buches trafen wir auf den Ausdruck "mach keine Fisimatenten".  Alan lieferte eine Erklärung des Wortes (die erste hier unten) aber weitere Recherchen legen nahe, dass diese bildhafte Erklärung etwas weither geholt ist.  Schade!

Viele glauben, er komme aus früheren Zeiten, als französische Soldaten junge Mädchen mit der Aufforderung „Visitez ma tente!“ einluden, in ihr Zelt zu kommen. Das stimmt aber nicht.




Der Ausdruck stammt bereits aus dem 16. Jahrhundert, als es die „visae patentes“ gab. Dabei handelte es sich um Offizierspatente. Diese auszufertigen dauerte sehr lange und war sehr kompliziert.

Außerdem gab es noch ein zweites Wort, das etwa 100 Jahre später dazukam, die Visamente. Der Begriff stammt aus der Wappenkunde, der Heraldik, und bestimmt, wie ein Wappenschild aussieht. Als die Gestaltung immer komplizierter wurde – mit Rocaillen, einem zweiten Wappenschild obendrauf etc. – hat man die „Visamente“ und die „visae patentes“ zum neuen Wort Fisimatenten zusammengesetzt.


Nächstes Treffen am 10.Dezember in der Mehtodist Church - und hierzu folgen per Email weitere Infos bald

Und Sansibar - lest weiter bitte, bis Seite 95

Sonntag, 25. November 2018

Streit auf dem Farm


wenn du deine  Kühe  nicht von meinem Grund und Boden runterholst ...
abknallen - shoot
Zuchbull - prize bull (for breeding)
Jagdhund - hunting dog
Bettvorleger - rug
pinkeln - pee
Richtung Friedhof  vorgehen - to the cemetary
ein Haar krümmen - touch a hair on someone's head
abhauen mit - run off with
abmachen - agree, strike a deal

Montag, 12. November 2018

Von Mohnblüte zum Mohnbrötchen

Die Anzahl der Deutschlernenden geht auf Landesebene immer weiter zurück während wir im Gegensatz zum vorherschenden Trend immer mehr TeilnehmerInnen verzeichnen.  Unser kleines Zimmer platzte heute aus allen Nieten.

Die heutigen Diskussionen standen ganz im Zeichen der Gedächtnisfeier für die Weltkriegsopfer und das mit Recht.

Bundespräsident Steinmeier legt einen Kranz am Cenotaph nieder

Peter erzählte von einem Besuch beim Zahnarzt - er hatte nämlich beim Einbeißen in ein Mohnbrötchen ein Backenzahn irreparabel beschädigt.  Der Zahn musste zu seinem großen Leidwesen gezogen werden aber die Rechnung dafür ist immer noch nicht ins Haus geflattert.

Nach der Pause lasen wir in unserem Text weiter und wir haben uns vorgenommen in der Zwischenzeit vor dem nächsten Treffen  bis Seite 75 zu lesen.

Eine Übersetzung von dem schwierigen Gregor-Kapitel ist übrigens hier zu finden


Wörter der Woche: Kriegsgräberfürsorge -  War Graves Commission
                                        Klatschmohnblüte (f)  - a poppy
                         verwittert - weather-beaten

Montag, 22. Oktober 2018

Neues Blut und gelbe Röcke

Heute hatten wir ein paar Entschuldigungen aber wir konnten auch zwei neue Mitglieder in unserer Gruppe begrüßen.   Seid willkommen Mary und Judy !

Worum ging es beim heutigen Treffen - Peter brachte einige neue Urkunden von seiner Mutter mit - Schulzeugnisse.    Ein Wunder, dass solche Dokumente überliefert wurden.  Irgendwie kamen wir auf unsere Heizungsanlagen zu sprechen - Brian berichtete von seinem Heizungssteuerungssystem, das über eine smartphone-app aus der Ferne eingestellt werden kann.  Christine hatte eine wenig erfreulichere Geschichte von Überschwemmungen zu Hause, als sie neulich in Urlaub war, und von einem Sattelschlepper, der in den engen Strassen vor ihrem Haus stecken blieb.

 Die Tänzer von Anguiano
Nach der Pause zeigte uns Brian ein selbst gedrehtes Video von seinem Aufenthalt in Spanien - junge Männer in gelben Röcken tanzten auf Stelzen.  Außerst seltsam!  Wer mehr erfahren will - bitte auf diesen Link klicken:  https://lariojaturismo.com/de/ressource/tanzer-von-anguiano/08d37ebd-8a0f-4777-a5c3-c6431204132f

Judy sprach von einem Zeitungsbericht über eine neue Ausgabe des Oxford English Dictionary.  Wörter wie 'acorn' und 'bluebell' müssten Platz machen für neue Begriffe wie 'broadband' und 'cut and paste' .  Die ganze Gruppe zeigte sich bestürzt über solche Entwicklungen.

Zwei Wörter kamen in die enge Wahl zum 'Wort der Woche'.  Der Gewinner hat für seine Nominierung  unsere Diskussion über die bevorstehenden Arbeiten an unserer Brücke zu verdanken - und zwar der Poller.  An 2. Stelle und nur knapp unterlegen - Stelzen 


Poller der; -s, -

nicht zuletzt -  der Ausdruck von Hamlet  'hoisted with his own petard'  kam vor.  Hier die Schlegel- Tieck Übersetzung:

For ’tis the sport to have the enginer
Hoist with his own petard; and ’t shall go hard
But I will delve one yard below their mines
And blow them at the moon. O, ’tis most sweet
When in one line two crafts directly meet.

Der Spaß ist, wenn mit seinem eignen Pulver 
Der Feuerwerker auffliegt; und mich trügt 
Die Rechnung, wenn ich nicht ein Klafter tiefer 
Als ihre Minen grab und sprenge sie 
Bis an den Mond. O es ist gar zu schön, 
Wenn so zwei Listen sich entgegengehn! - 

Was Sansibar angeht - wir fangen beim nächsten Mal auf Seite 56 an.

Das nächste Treffen findet am 12. November statt.