Montag, 23. November 2020

Siebzig Prozent Wirksamkeit - das reicht !

 In Zentrum unserer Gespräche heute morgen stand die tollen Nachrichten über die Wirksamkeit des Oxford-Impstoffes.  Dass der Impfstoff auf Viren von Affen basiert ist, schien keiner in unserer Gruppe zu beunruhigen.  Der Impfstoff soll deutlich preiswerter sein, sich sehr viel leichter lagern und weltweit transportieren lassen als andere Vakzine.  Sogar die EU hat 300 Millionen Dosen bestellt.

Her damit!  Ich will mein Leben zurück

Mitten in unserer Debatte tauchte Peter auf und konnte von einem erfolgreichen medizinischen Eingriff berichten.   Wir freuten uns. dass er endlich auf gutem Weg zur Genesung war.

Kurz vor dem Ende erzählte uns Bärbel von der Geltscherschmelze.  Im Alpenraum steige das Gefahrenpotential mit den Temperaturen: Durch das schnelle Abschmelzen der Gletscher werden große Schuttareale, die sogenannten Gletschervorfelder, freigelegt. Das lockere Gestein könne bei Starkregen als Murgang oder Erdrutsch Täler und Siedlungen gefährden.

Und dann waren unsere 45 Minuten ganz plötzlich zu Ende - aus die Maus; Schluß mit Genuß; Ruhe in der Truhe; Ade, Kamillentee; Ciao Kakao; das war's, Lars; aus, vorbei Kartoffelbrei, Pogo in Togo; Schwuppdiwupp, Kartoffelsupp !  

In diesem Sinne ab in die Rinne - Nächstes Treffen: den 14. Dezember

Dienstag, 10. November 2020

Einsperrung 2.0

 


Neun Lockdown-Opfer konnten heute an unserem Treffen teilnehmen. Paul versuchte minutenlang von seinem Berghof aus (aka Naphill) einzuloggen, schaffte es aber aus unerfindlichen Gründen nicht.


Im Brennpunkt unserer Gespräche stand der lästige Lockdown allerdings nur die positiven Aspekte.  Mit etwas Mühe kitzelten wir folgende Schwerpunkte heraus: 

  • mehr Zeit mit der Familie bzw. mehr Kontakt zu Menschen, die weit wegwohnen
  • die Vorzüge von dem Heimlieferservice 
  • Mahlzeiten bewusster planen - nicht so oft einkaufen gehen 
  • wir waren dankbar, dass wir nicht in einer Großstadt leben 
  • Hilfsbereitschaft der Nachbarn 
  • Zeit zum Ausmisten und Aufräumen 
  • die Erkenntnis, dass 'früher' nicht alles selbstverständlich war
Der Lieferservice bringt Eure Lebensmittel direkt bis vor die Wohnungstür.

Bärbel erzählte uns etwas mehr von ihrer Kindheit im ehemaligen DDR-Gebiet.  Anlaß war die Sendung in der BBC zum Thema Berlin in der Nachkriegszeit.

Nächstes Treffen 23. November

Montag, 26. Oktober 2020

Gib alles, nur nicht auf!

Acht Teilnehmer haben sich heute erfolgreich eingeloggt.  Auf der Tagesordnung stand die Entschlüsselung von 20 durcheinander geratenen Lebensweisheitensprüchen.   Einige Auszüge ... 

  • Alles wird gut, aber nie mehr wie es war
  • Arm ist nicht, wer wenig hat, sondern wer zu viel braucht
  • Aus Angst das Falsche zu tun, tun  viele gar nichts,und genau das ist das Falsche
  • Das Leben ist zu kurz für irgendwann
  • Manchmal muss man erst den falschen Weg gehen,  um den richtigen zu finden

Manche Leute finden solche Sprüche erbauend

Die Aufgabe scheiterte zum Teil daran, dass einige E-Mail Empfänger den Dokument-Anhang  und/oder den Link zur online drag&drop Version übersehen hatten.  

Wir hatten Zeit am Ende für das Vorlesen verschiedener Ringelnatz Gedichte.  Bärbel kannte einige Versen aus ihrer Kindheit und lies ein paar Beliebte Strophen vor.
Doyne und Jenny hatten auch Beispiele ausgesucht und erfreuten uns mit einer lebhaften Wiedergabe.  Brian rätselte über folgendes Gedicht, hatte aber offensichtlich Freude daran

Im dunklen Erdteil Afrika

Im dunklen Erdteil Afrika
Starb eine Ziehharmonika.
Sie wurde mit Musik begraben.
Am Grabe sassen zwanzig Raben.
Der Rabe Num'ro einundzwanzig
Fuhr mit dem Segelschiff nach Danzig
Und gründete dort etwas später
Ein Heim für kinderlose Väter.
Und die Moral von der Geschicht? –
Die weiss ich leider selber nicht.

Nächstes Treffen am 9. November 

Dienstag, 13. Oktober 2020

Willkommen, Bienvenue, Welcome. Glücklich zu sehen, je suis enchanté

 Nach einer zwei-wöchigen Unterbrechung loggten wir für unseren regelmäßigen Kaffeeklatsch ein.   Wir waren neun, wenn wir Bärbels niedlichen Welpen*, den Hektor, mitzählen.

Nach ein paar Minuten Plauderei während sich  die Spätankömmlingen meldeten,  ging es weiter mit der Tagesordnung.  Heute befassten wir uns mit Weltsprachen, und zwar welche wir am liebsten beherrschen würden.  Französisch, Italienisch und Deutsch wurden am häufigsten erwähnt, wobei 


Alan meinte Italienisch und Deutsch, so schwer es ihm tat, keine Weltsprachen wären.  Sally erwiderte, dass man in diesem Zusammenhang Namibia nicht übersehen sollte.  Alan plädierte für Russisch, konnte aber die Anderen nicht überzeugen.  Wie die Lage betreffs Deutsch in Namibia tatsächlich steht, sollte sich den einschlägigen Wikipedia Artikel hinwenden**

Klassiker der Literatur waren unser nächstes Thema - welche Titel haben wir uns zu lesen vorgenommen.  Unser digitaler Fragebogen lieferte folgende Antworten: 

  • Brave new World - 1
  • Alles von Shakespeare - 1
  • Dickens, egal was - 1
  • Don Quixote - 1
  • Tom Jones - 1
  • die Geschwister Bronte - 1
  • Kant - 1
  • Weiß nicht - 1
  • "Ich lese keine Klassiker" - 1
  • Iliad und Odyssey - 2
  • Krieg und Frieden - 4

Als nächstes wollte der Convenor wissen, was uns davon abhält, diese Bücher in die Hand zu nehmen - aber unsere zugeteilte Zoom-Periode lief plötzlich aus und wie der werte Berthold Brecht schrieb 

'Wir stehen selbst enttäuscht und sehn betroffen
Den Vorhang zu und alle Fragen offen'

Aber am 26. Oktober geht es weiter - zwar in den half-term Schulferien - aber hoffentlich werden nicht allzuviele sich entschuldigen müssen.


*Ja, Welpe gehört zu der Gruppe der n-Deklination von maskulinen Nomen.  auch schwache Nomen genannt, 

**Das im multilingualen Namibia gesprochene Deutsch hat die Stellung einer Minderheitensprache, ist als eine der elf Nationalsprachen anerkannt und neben Afrikaans, Otjeherero, Oshivambo und Englisch (der heutigen einzigen Amtssprache) eine der lebendigen Sprachen des Landes. Verkehrssprache ist es aktuell nach Stefan Engelberg vom Institut für Deutsche Sprache nicht. In einigen Teilen des Landes genießt Deutsch, meistens neben Afrikaans, Oshivambo und in jedem Fall Englisch, auch einen offiziellen Status auf kommunaler Ebene.

Montag, 28. September 2020

Die Fragestunde

 Unsere Diskussionen heute ergaben sich aus den Ergebnissen von einer online-Umfrage, die der Gruppenleiter aufgestellt hatte.

Die hohe Teilnahmequote bedeutete, dass wir viel Stoff  zu analysieren hatten.  Wir schafften es nicht in den verfügbaren 45 Minuten uns mit allen Fragen zu befassen, aber das daraus resultierende Gespräch, als wir versuchten, unseren jeweiligen Gesichtspunkt zu begründen,  war höchst interessant. 

Hier einige der kniffligen Fragen, mit denen wir uns auseinanderzusetzen versuchten.


Die nächste Runde findet am 12. Oktober statt




Montag, 21. September 2020

Mit Volldampf voraus

 Nach einer mehrwöchigen Pause trafen wir uns wieder am 14. September.  Es war, als ob wir nie weggewesen wären.   

Anscheinend hatten alle Teilnehmer die Unterbrechung gut überstanden und wir freuen uns auf den 28. September.  Auf absehbare Zeit (eigentlich unabsehbar) werden unsere Gespräche per Zoom fortgesetzt.



Dienstag, 28. Juli 2020

Ruhe bewahren und weitermachen

Während des heutigen Treffens liessen wir die vergangen vier Monate Revue passieren.  Die Teilnehmer sprachen abwechselnd von ihren persönlichen Überlegungen über das Lockdown-Leben.

Die üblichen Verdächtigen
Doyne freute sich, dass er und andere das Auto wochenlange nicht benutzen, was eine enorme Entlastung für die Umwelt als Folge hatte.  Einige Teilnehmer litten am meisten darunter,  dass sie coronabedingt die Kinder und Enkelkinder nicht besuchen konnten, oder aber, dass das Uni-Studium der Kinder unterbrochen wurde.  Gloria mit ihrem Gipsbein war ohnenhin ans Haus gefesselt aber Paul nutzte die Ausfallzeit, um ein 1000-Stück Puzzle zu bewältigen.  Sein Sohn versorgte ihn dabei mit Nahrungslieferungen.  Mittelerweile in Frieth (die sog. "Partyhochburg der Chilterns") liessen sich die Bewohner  nicht von einem Regensturm unterkriegen, sondern verlegten ihre Fete einfach in die Garage und feierten auschweifend weiter (wohl bis die Polizei anrückte und die angetrunkenen Gäste mit Hunden und Tränengas auseinander trieb )  Sarah entdeckte alte Schulfreunde per Zoom-Chats und erfuhr, was sie in den Jahren dazwischen gemacht hatten.  Bärbel kämpfte mit einem Leck am Balkon und einer kaputten Zahnprothese und plädierte für mehr Handwerker in ihrer Wahlheimat. 

Eigentlich sollte das letzte Treffen im Juli das vorläufighe Ende dieses Sememsters signalisieren aber mangels anderer Aktivitäten werden wir wahrscheinlich in zwei Wochen wieder zusammenkommen.  In der Zwischenzeit lautet die Devise wie immer:  Ruhe bewahren und weitermachen, bzw. Tee trinken.