Dienstag, 27. Februar 2024

Zehn plus Mecki

 Wir waren 10 heute, vielleicht elf, wenn wir Mecki dazu zählen (mehr zu Mecki unten). Soviel haben wir um unseren Tisch seit September nicht mehr gesehen.  Liegt es an dem Wetter?  Kaum, denn es war heute kalt und extrem windig.

 Seit 2000 sind Fahrzeuge im Schnitt um sieben Zentimeter höher, zehn Zentimeter breiter und 20 Zentimeter länger geworden. Die Entwicklung ist gleich auf mehreren Ebenen problematisch. Die Mindestbreiten für Parkplätze sind in den letzten Jahrzehnten nicht mitgewachsen, was vor allem in Städten und nicht zuletzt in Marlow auffällt. Dazu kommt der Umweltaspekt: Je größer ein Fahrzeug, desto mehr Ressourcen werden bei der Herstellung benötigt. Wir setzten uns mit der Frage auseinender: sollen die Riesenblechkisten auch beim Parken stärker abkassiert werden,weil die Riesenblechkisten mehr Platz wegnehmen? 


Danach ging es um einen Artikel im Daily Telegraph wonach  deutsche Arbeitnehmer im vergangenen Jahr sich durchschnittlich 19,4 Tage krank meldeten.  Die entsprechende Zahl für das Vereinigte Königreich liegt nach Angaben des Office for National Statistics bei etwa sechs Tagen.

Der Krankenstand in Deutschland ist einer der höchsten in den Industrieländern und übertrifft auf vergleichbarer Basis die Werte in Kanada, Amerika, Schweden und Australien.

Peter kam in Begleitung seiner Kindheitsfigur und stellte uns Mecki vor, ein  Igel. der Maskottchen der  Zeitschrift Hörzu war.  Mecki wurde entsprechend herzlich von den Anwesenden willkommen geheißen.



Montag, 12. Februar 2024

Nein zum Filmstudio

 Die Schulen feierten die sog. half-term holiday und wir hatten wie üblich an solchen Terminen eine eher bescheidene Anzahl von Teilnehmern.  Nichtdestotrotz herrschte eine rege Diskussion um die heiklesten Themen der Woche.

Peter setzte sich mit dem Marlower Gemeinderat auseinander und richtete seine Kritik vorwiegend an Councillor Scott und wie er mit den Diskussionen um das  Filmstudioprojekt umgegangen ist.  Im September nämlich, bevor ein Planungsausschuss beschloss, die Entscheidung über das Projekt der Marlow Film Studios auf das nächste Frühjahr zu verschieben, nahmen 11 Mitglieder des Stadtrats von Marlow an einer inoffiziellen Abstimmung teil, in der sie sich darauf einigten, gegen den Willen der Bürger das Großprojekt "voll zu unterstützen und keine Einwände zu erheben".  

Marlower Bürger  lehnen unisono den Beschluss des Gemeinderates ab

Danach ging es um lebenslanges Lernen, denn die Bildung hört nicht mit dem Alter auf. Nicht jeder strebt natürlich einen formellen Abschluss an und in diesem Zusammenhang bietet unser U3A zum Beispiel die Möglichkeit, Wissen zu erweitern, neue Fähigkeiten zu erlernen und intellektuell aktiv zu bleiben.

Montag, 22. Januar 2024

si vis pacem, para bellum

 Thema Nr 1 auf der Tagesordnung heute stand ein geheimer Dokument der Bundeswehr, der mögliche Schritte, die zu einem Krieg mit Russland führen könnte.   Demnach könnte es bereits ab diesem Februar zu einer möglichen Eskalation zwischen der Nato und Russland kommen. Es handelte sich über ein Übungs-Szenario, Monat für Monat skizziert, wie der  russische Diktator Wladimir Putin vorgehen würde und wie die  Nato sich wehren müsste. Wie dieser streng geheime Dokumente in die Hände unserer Marlower U3A Gruppe kamen, darf nicht preisgegeben werden. 


Zur Abschreckung, fanden wir, gehört leider die Androhung eines Atomkonflikts aber auch der Zusammenhält des NATO-Bündnisses.  Wenn Putin eine Schwäche spürt, wird er weiter vorrücken. 

Andere Themen - der Sturm vom gestrigen Abend  und die andauernden Fluten in Marlow, sowie Shakepeare Auszüge aus der Schlegel-Tieck Übersetzung.

Montag, 8. Januar 2024

Land unter

 Die Überflutungen in Marlow bildeten den Hauptpunkt unserer ersten Gespräche.  Brian, der vor einigen Jahren Opfer der ausufernden Themse war, konnte erfreulicherweise von trockenen Füssen in seiner Gegend melden.  Die damals installierten Pumpen haben anscheinend ihre Arbeit getan.  Eine unserer Kneipen kam leider nicht so glimplich davon.




Angesichts des Jahreswechsels wollten wir wissen, was für Ziele unserer Mitglider anstrebten.  Es stellte sich heraus, dass sie sich keine Vorsätze mehr setzten.  Vernünftig, finde ich.

Wit endeten die Runde mit einem Kreuzworträtsel.   




Montag, 11. Dezember 2023

Die Zukunft ist künstlich

 Unsere Anfangsdiskussion heute galt unserem kränkelnden Gesundheitssystem.  Wir hörten viele Beispiele von  Mißständen und und Verzögerungen, wenn es um Behandlungen und Zugang zu Fachärtzten geht. 

KI bewies sich auch als ein ergiebiges Thema. Wir sprachen über deren Nachteile, stelleten aber fest, dass diese Bedenken nicht zwangsläufig bedeuten, dass KI per se gefährlich ist. Vielmehr betonen sie die Notwendigkeit für verantwortungsbewusste Entwicklung, Ethik und Regulierung, um sicherzustellen, dass KI-Technologien zum Nutzen der Gesellschaft eingesetzt werden. 


Gegen Ende des heutigen Treffens testeten wir unsere Deutschkenntnisse mit einem Quiz über Sprichwörter, nach dem Motto ohne Fleiß, kein Preis.

Die erneute Abwesenheit von unserem werten Mitglied Christine machte uns Sorgen.  Wenn der Rutsch ins Neue Jahr problemlos erfolgt, sehen wir uns wieder am 8. Januar.

Montag, 27. November 2023

"Idiot", "blöde Kuh" oder "Arschloch


Das Treffen heute war aüßerst dünn besetzt.  Die fünf Anwesenden hatten sich das Thema  agressives Fahrverhalten vorgenommen und es stellte sich ziemlich schnell heraus, dass wir alle zahlreiche Erfahrungen auf diesem Gebiet hatten. 

Die vielen Strassenbauten samt  Ampelanlagen  in Marlow, die zu langen lange Staus führen, volle Straßen, Klimaaktivist*innen, die sich auf der Fahrbahn festkleben, Radfahrer auf der Strasse nach Bourne End, die den Fahrradweg nicht nutzen,  oder zugeparkte Fahrradwege, Leute (meist SUV Fahrer) die die ganze Hauptstrasse blockieren, während sie auf eine Parklücke warten    es gibt viele Gründe, warum der Ton im Straßenverkehr zusehends  rauer ist und die Nerven immer häufiger blank liegen.  Das Wichtigste dabei ist, selber einen ruhigen Kopf zu behalten.

Beleidigung im Straßenverkehr gilt als Straftat. Man riskiert eine Gledstrafe, wenn man im Straßenverkehr einem anderen Verkehrsteilnehmer:

  • ·       den „Stinkefinger“ zeigt oder
  • ·         den „Scheibenwischer“ macht,
  • ·         Kraftausdrücke wie "Idiot", "blöde Kuh" oder "Arschloch" benutzt,
  • ·         eine Zunge herausstreckt  






Montag, 13. November 2023

"Wir stehen längst an einem Kipppunkt"

 Der Hamas Angriff und die gewaltätigen, antisemitischen Demonstranten in deutschen Städten führten zu Kommentaren wie: "Wir stehen längst an einem Kipppunkt – in mehreren Richtungen. Wir müssen Angst haben um unser Land. Es droht ein endgültiger und gefährlicher Kontrollverlust." 


Unser Treffen heute beschäftigte sich anhand des Bild Manifests in 50 Punkten mit dem  Begriff "Leitkultur".   Es ging um  Identität, Integration und die kulturelle Werte, die für eine Gesellschaft prägend sind und inwiefern diese von allen Mitgliedern, einschließlich der Einwanderer, geteilt werden sollten.

Die Diskussion hat  unterschiedliche Auffassungen hervorgerufen. Einige argumentieren, dass es wichtig ist, eine gemeinsame Basis von Werten zu haben, um gesellschaftlichen Zusammenhalt zu fördern. Andere sahen den Begriff etwas kritischer und befürchteten, dass er dazu genutzt werden könnte, kulturelle Vielfalt zu unterdrücken oder Minderheiten auszuschließen.

Wir fanden, dass es wichtig zu beachten ist, dass der Begriff "Leitkultur" in verschiedenen Kontexten unterschiedlich interpretiert werden kann und dass die Debatte darüber oft von politischen, sozialen und kulturellen Überlegungen geprägt ist.

Danach wendeten wir uns zu anderen wichtigen Themen: Würdest du Kleidung eher neu oder in einem Second-Hand-Laden kaufen? Erdgeschoss oder 30. Stock?


Der Kaffee und wohl der Tee  waren wie immer vortrefflich.