Dienstag, 14. Mai 2019

Arm, ärmer, am ärmsten

Die Anzahl der Deutschlernenden mag auf Landesebene immer weiter zurückgeghen aber wir im Gegensatz zum vorherrschenden Trend immer mehr TeilnehmerInnen verzeichnen.  Die Nachzügler mussten am heutigen Montag um einen guten Sitzplatz kämpfen.

Unsere Diskussion drehte sich heute um das Thema Armut.  Fernsehberichte und ein Zeitungsbericht bildeten den Ausgangspunkt.  Manche in der Runde staunten, als es klar wurde, dass Sozialeistungsempfänger in Deutschland genauso schlecht daran sind als Unsere.  Arme Menschen gleiten in soziale Ausgrenzung ab; auch relative Armut führt zu einem Verlust der Selbstachtung, so dass Menschen in Verzweifelung versinken.   2018 sahen 51 Prozent der Befragten in den Großstädten die Armut als ein „ein großes“ oder „sehr großes Problem“. 



Nach der Pause brachten wir unserer Lektüre von Sansibar zu einem Abschluss.  Das Buch endete zwar nicht mit einem Paukenschlag, was einige unserer Teilnehmer offensichtlich bedauerten, wohl aber mit der Erkenntnis, dass der Mensch zur Freiheit verdammt ist - die Institutionen der Kirche und der Partei oder die Sozialgemeinschaft bieten dem Einzelnen keine Orientierung.  Erst durch eigenverantwortliches Handeln eroberten die Hauptdarsteller ihren Lebenssinn zurück.  Sansibar muß nicht in einer unerreichbaren Ferne liegen.  Man wird zwangsläufig an die Äußerung von Horaz erinnert:


Nächstes Treffen am 10. Juni

Donnerstag, 9. Mai 2019

Ex und hopp in den Container

Bei unseren Diskussionen am 29. April ging es um die Wegwerfgesellschsaft und insbesondere um unseren Umgang mit Lebensmitteln.

Anhand eines RTL Nachrichten Beitrages erfuhren wir, dass jedes Jahr 11 Mio. Tonnen Essen im Müll landet, eine Menge, die zweimal den Bodensee füllen würde.  Jeser Haushalt ist für 55 kg. wegeworfener Lebensmittel verantwortlich.  Es gibt gute Gründe zur Mäßigung, zum Beispiel den Klimaschutz. Forscher gehen davon aus, dass bis zu 22 Prozent der Treibhausgase, für die Deutschland verantwortlich ist, vom Ernährungssektor verursacht werden.  Je weniger Fleisch in den Abfall wandert, desto weniger Hühner, Schweine und Puten sind Massentierhaltung und maschinellen Schlachtmethoden ausgesetzt.




Die Fragen, die wir zu erörtern versuchten:

  • Inwiefern das für den eigenen Haushalt trifft
  • Ob  diese sog. Verschwendung eigentlich unvermeidlich ist
  • Wie es zu der Lebensmittelverschwendung bei und zu Hause, in der Gastronomie, im Einzelhandel kommt 
  • Ob wir wir verpflichtenede Regeln für die Industrie und den Handel brauchen, wie die Grünen fordern?
  • Ob das Problem weitgehend bei dem Mindesthaltbarkeitsdatum liegt
  • Muss es als eine Straftat gelten, wenn Leute Sachen aus dem Müll von Supermärkten oder Kantinen fischen und mitnehmen
  • Kann der Hunger auf der Welt gestillt werden, wenn wir weniger Lebensmittel wegwerfen

















Es wurde klar. dass wir Senioren viel verantwortlicher und sparsamer mit Lebensmitteln umgehen.  Christine hatte ein Kochbuch mit vergilbtem, brüchigem Papier mitgebracht, das ausschließlcih für Rezepte mit Speiseresten konzipiert war.  Peter berichtete stolz, wie er Pesto aufbereitete, um sie dann in kleinen Mengen im Gefriertrühe lagerte.

Ein ergiebiges Thema also.  Beim nächsten Mal am 13. Mai geht es um Armut in Deutschland und wohl anderswo.

Mittwoch, 10. April 2019

Über Gott und die Welt

An diesem schönen Montagmorgen sammelten sich nach einigen Absagen elf Teilnehmer.  Alan berichtete kurz von seinem neulichen Aufenthalt in Osnabrück, Doyne und Jenny hatten ein paar lustige Texte mitgebracht.  Bärbel brachte das Gespräch auf die Wohnungsnot und die Proteste gegen Mitepreiserhöhungen in Berlin und anderswo.  Zu guter letzt wurde über die deutschen Bestattungsgesetze diskutiert. 
Wie üblich also haben wir über Gott und die Welt geredet.

Die 50. Jübiläumsfeier am Osnabrücker Marktplatz

Termine für die nächste Zeit:

29 April
13 May
10 June
24 June
8 July

Dienstag, 26. März 2019

Alles was Sie über Eggbutt Snaffles wissen wollten

Der Brexit und der evetuelle Rücktritt von Theresa May beherrschte die Debatte an diesem Montag.  Mit 14 Teilnehmern war es eins der bestbesuchten Treffen seit einigen Wochen.

In Deutschland sind wir längst eine Lachnummer
Das Gespräch verzeigte sich wie üblich in viele Richtungen aber der wohl interessanteste Abzeig begann mit einer anscheinend harmlosen Frage "was heißt 'bit' auf Deutsch.

In der Stunde selbst waren die Ergebnisse nicht eindeutig aber im nachhinein und dank intensiven Recherchen lieferte Christine in Anlehnung auf das unentbehrliche International Horseman's Dictionary umrangreiche und fachgerechte  Informationen zu diesem arkanen Thema.

Bzgl. ‘Bit’ selbst:  das Gebiss (allgemein), ABER etliche Versionen davon (pictures to match):

Snaffle bit - die TrenseCurb bit – die Stange, KandareGag – Zugtrense, Gag, das Steiggebiss (S. 27,3)Bridoon – die Unterlegtrense (. 29,2) Snaffle with cheeks, cheek snaffle – die Schenkeltrense (S. 29,5)Eggbutt snafffle – die Olivenkopftrense S.29,3)Loose-ring snaffle -  die Ringtrense (S. 29,1) 





Wer noch Fragen hat - richte sie gefälligst direkt an Christine !  (Redakteur)

Das nächste Treffen findet am 8. April statt.  Bis dann ist die Lage betreffs Brexit vielleicht etwas klarer - Gott bewahre Großbritannien !

Dienstag, 12. März 2019

Kinder an die Macht

In der heutigen Runde waren wir wie beim letzten Mal zehn Teilnehmer.  Die Debatte drehte sich um das Thema 'Wahlalter mit 16'. 


Kinder an die Macht - ein Lied von Herber Grönemeyer (gesungen hier von Christine Stürmer)


Die Meisten hatten sich mit den pro und contra Argumenten anhand einiger website Artikel vertraut gemacht, was zu einer gründlichen Auseinandersetzung mit den Gesichtspunkten führte.   Einige unbekannte Gegebenheiten kamen nebenbei ans Licht - z.B: dass einige Bundesländer Jugendlichen bereits das Wahlrecht mit 16 eingeräumt hatten, allerdings bei Kommunalwahlen und dass junge Leute in Österreich sogar an Bundestagswahlen abstimmen dürfen.



Wir waren aber allgemein der Ansicht, dass Jugendliche noch nicht reif genug sind, die verschiedenen Themenkomplexe abzuwägen, um eine ausgewogene Entscheidung bei Parlamentswahlen zu treffen.  Dabei aber erkannten wir, dass gute politische Bildung in der Schule auch 16- und 17-Jährige zu mündigen Bürgern machen könnte.  



Peter erschien heute mit drei von elf Briefmarken Bänden, die eine beeindrückende Sammlung von Marken beinhalteten.  Seine Begeisterung für sein Hobby war nicht zu übersehen, und auch  Briefmarken Muffel fanden die Sammlung höchst interessant.

Wort der Woche - strafmündig aber auch Butterfahrt (sea trip to buy duty-free goods)



Nächtes Treffen am 25. März.  Bis dann solltet ihr bis zur Seite 148 im Sansibar gelesen haben - das wohl längste Kapitel im Buch.

Dienstag, 26. Februar 2019

Zurück in die Zukunft

Unsere gestrigen Diskussionen kreisten um zwei Themen: die Zukunft vom Einkaufen in der zunehmend digitalisierten Welt und das schwierige Problem der ISIS-Rückkehrer.

Über die meisten Punkte waren wir uns einig. Der Amazon Laden im RTL Bericht  so wie ISIS-Anhänger, wie Shamima Begum waren uns verdächtig.  An online shopping gehe aber keinen Weg vorbei.

Die beiden Judys konnten viel Interessantes über Geschäfte in der Marlower Hauptstrasse von früher erzählen und wir alle wunderten uns, wie wir damals ohne Kühlschrank und Gefriertrühe auskamen.  Paul, der in Naphill wohnt, sprach begeistert von den Hauslieferungen von Lebensmitteln.

Marlow, bevor es Sainsbury und Waitrose gab

Weil wir nur 9 waren, verzichteten wir heute auf 'Sansibar', damit die fehlenden Mitglieder nicht zu sehr zurückbleiben würden.

Wir treffen uns demnächst am 11. März.

Dienstag, 12. Februar 2019

Auf den Hund gekommen

Am heutigen Montag teilten wir unsere 16 Teilnehmer in 2 Gruppen auf.   Wir beschäftigten uns zum Teil mit dem Thema 'Hunde und Haustiere' und stellten erwartungsgemäß fest, dass die Meinungen zu dieser emotionalen Frage stark auseinandergingen. 



In der anderen Gruppe ging es auch um das zahlenmäßige Ungleichgewicht auf der Erde zwischen  den Geschlechtern. 

In unseren Buch litten wir gemeinsam mit dem Pfarrer Helander und seinem entzündeten Beinstump und brüchigen Gottvertrauen.  Beim nächsten Mal nehmen wir die Lektüre von Seite 129  auf. 

Das wäre am 25. Februar.

Wort bzw. Ausdrücke der Woche : 

auf den Hund gekommen - gone to the dogs.

da liegt der Hund*  begraben - that's the nub of the matter.

*Der Ursprung hat aber (aller Wahrscheinlichkeit nach) nicht mit dem Wort Hund (mit der heutigen Bedeutung = "vierbeiniges Haustier") zu tun, sondern mit dem althochdt. Wort: "hunda" = Beute, Raub (bzw. dem mittelhochdt. Wort: "hunde" = (mit gleicher Bedeutung).